Freitag, 21. September 2007

MacPhoria - Teil 2

Programminstallationen.

Es stimmt: der Mac ist wirklich einfach. Nun, das war nicht anders zu erwarten. Schließlich steht der Mac im Ruf, vor allem eines zu sein: Einfach zu bedienen. Wie einfach einfach ist, hat mich bei der Installation neuer Propgramme dann aber doch überrascht.

Ich habe mir den Firefox in der Mac-Version heruntergeladen, weil ich zum Testen neuer Webseites gern auf unterschiedliche Browser zurückgreife. Der Download kam im Form einer .DM Datei, mit der ich als eingefleischter Windows-Benutzer erst einmal nicht viel anzufangen wusste - OS-X allerdings schon.

Die Installation von Programmen unter OS-X ist so einfach wie nur irgendwas. Beim Doppelklick auf die heruntergeladene Datei wird das enthaltene Programm zunächst als virtuelles Laufwerk gemountet und läßt sich ausführen. Das macht durchaus sinn, denn ist man vom Programm nicht wirklich begeistert, muss man das virtuelle Laufwerk, welches das Programm enthält, einfach nur auf den Papierkorb ziehen, um es restlos verschwinden zu lassen. Möchte man das Programm behalten, zieht man sein Symbol einfach in den Ordner "Programme". OS-X weiß dann, dass man das Programm installieren möchte, und kopiert alle Dateien in das entdgültige Programmverzeichnis. Alles, was der Benutzer sieht, ist weiterhin das Programmsymbol. Dass sich dahinter ein ganzes Programmpaket verbirgt, eröffnet sich erst durch das Öffnen des Kontextmenüs.

Das Deinstallieren von Programmen ist übrigens ebenso simpel: Einfach das Programmsymbol aus dem Ordner "Programme" auf den Papierkorb ziehen - fertig.

Ganz anders unter Windows: Zunächst einmal gibt es keine Option, die es einem erlauben würde ein Programm zu testen, ohne sich gleich die Festplatte vollzukramen. Um ein Programm auszuführen, muss es installiert werden, wodurch sich eine wortwörtlich unüberschaubare Anzahl von Dateien in die verschiedenen Systemverzeichnisse, Registries und INIs verteilt. Was Windows wohin kopiert, bleibt allein das Geheimnis des Entwicklers und wer meint, bei der Deinstallation würden alle Dateien sauber wieder entfernt, der befindet sich weit jenseits des Holzwegs.

Programminstallationen unter Windows haben deshalb immer ein bisschen etwas von russischem Roulette, denn der Benutzer weiß nie, ob nicht ein Programm einem anderen irgendwo dazwischen funkt und wieviel Datenmüll bei seiner Entfernung übrig bleibt. Über die Jahre werden Windows-Systeme deshalb notorisch immer langsamer, bis der Benutzer an einen Punkt kommt, an dem ein Neuaufsetzen des kompletten Systems unausweichbar wird. Da war selbst DOS deutlich einfacher.

Verwirrungen.

Schon beim normalen Arbeiten mit Dateien und Ordnern stellt sich dem Mac-Neuling des Öfteren die Frage, warum sich Apple noch immer standhaft weigert, seine Notebooks mit zwei Maustasten auszustatten. Alle anderen Hersteller tun das ja auch - nicht, daß das ein Grund für Apple wäre, es allein aus dieser Überlegung heraus ebenfalls zu tun! Das Vorhandensein von Context-Menüs und der gelegentliche Zwang zum Griff nach der CTRL-Taste lassen jedoch vermuten, daß Apple nicht so ganz am Ein-Tasten-Konzept festhalten kann. Hoffnung macht Apple's neue Mighty Mouse, die - so wie es sich gehört - mit zwei berührungsempfindlichen Flächen ausgestattet ist.